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Mit frischer Energie in den Frühling starten

Die ersten warmen Frühlingstage haben nicht nur die Natur aus dem «Winterschlaf» geweckt, sondern auch uns. So einfach wie es die Natur vorlebt, den Winter abzuschütteln und aufzublühen, ist es für uns aber oftmals nicht.


Müdigkeit trotz Frühlingsgefühlen?

Viele kennen das Phänomen der «Frühjahrsmüdigkeit»: während die Pflanzenwelt bei steigenden Temperaturen und durch mehr Sonnenlicht erblüht, fühlen wir uns beim Wechsel der Jahreszeit häufig müde und schlapp statt energiegeladen. Unter anderem hängt dies mit der durch die dunkle Winterzeit noch leicht erhöhten Menge von Melatonin in unserem Blut zusammen, welches uns müde macht und unsere Stimmung dämpft. Bei höheren Temperaturen weiten sich auch unsere Blutgefässe, was bisweilen zu einem niedrigen Blutdruck führen kann. Dazu kommt eine relativ deftige, oft auch eher einseitige Winterkost, die uns träge machen kann. Unser Körper muss sich also zunächst erst einmal an die veränderten Bedingungen anpassen.


Der Kick-Start für die warme Saison

Um unseren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, hilft uns Bewegung an der frischen Luft. Damit sich bei den länger werdenden Sonnentagen unsere Stimmung aufhellt, können neben einer Jogging-Runde im Wald auch Rituale wie der morgendliche «Sonnengruss» im Freien oder einfach eine Schale Früchtemüsli zum Frühstück auf dem Balkon helfen. Die Sonne stärkt zudem unsere Abwehrkräfte, beispielsweise durch die Bildung des wichtigen Vitamin D in der Haut, welches zusätzlich für gesunde Knochen sorgt und unser Herz-Kreislaufsystem unterstützt [1,2].

Der Frühling bringt aber auch einige Veränderungen für unseren Speiseplan mit sich. Nun sollten wieder vermehrt frisches Gemüse und Obst auf dem Tisch stehen. Sie stecken voller Vitamine und Spurenelemente, welche wir benötigen, um uns in unserem Körper wohl und zufrieden zu fühlen. Besonders Früchte mit viel Vitamin C stärken das Immunsystem, schützen unsere Haut vor der stärker werdenden Sonnenstrahlung, lindern Müdigkeitserscheinung und kräftigen den Körper [4,5].

Vitamin B12 und die roten Blutkörperchen

Vitamin B12 ist neben seinen Aufgaben im Energiestoffwechsel auch wichtig für das Immunsystem und die Nerven. Es nimmt Einfluss auf das Zellwachstum und wird ausserdem für die Bildung unserer roten Blutkörperchen, der sogenannten Erythrozyten, benötigt. Die für regelmässigen Sport im Freien erforderliche, bessere physische Kondition wird also auch erst durch die Wirkung von Vitamin B12 möglich gemacht.

Obwohl es so wichtig für unseren Körper ist, beträgt unser täglicher Bedarf von Vitamin B12 gerade mal 4 Mikrogramm (also 4 Millionstel von einem Gramm), was im Vergleich zu andere Vitaminen eine verschwindend geringe Menge ist (Angabe gemäss Deutsche Gesellschaft für Ernährung).

Die empfohlene Tagesmenge von Vitamin B12 kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln vor, beispielsweise in 20 Gramm Leber oder 1 Kilogramm Poulet (Angabe gemäss Schweizer Nährwertdatenbank). Doch zeigen Studiendaten, dass nicht nur Veganer, sondern auch ein erheblicher Teil der amerikanischen Bevölkerung (39%) niedrige Vitamin B12 Blutwerte aufweist und von einer Nahrungsergänzung durchaus profitieren würde [6].

Vitamin B12 ist wegen seiner komplexen Struktur aber auch eines der faszinierendsten Moleküle in der Welt der Ernährung. Sein wissenschaftlicher Name «Cobalamin» stammt daher, dass ein einzelnes Atom des biologisch seltenen Stoffes Kobalt das Zentrum einer Ringstruktur bildet, welche das ganze Molekül umfasst [7]. Vitamin B12 ist wasserlöslich und muss, so wie alle essenziellen Vitamine, mit der Nahrung aufgenommen werden. Interessant ist allerdings, dass die Bakterien in unserem Darm (unser «Mikrobiom») Vitamin B12 zwar für unseren «Eigenverbrauch» herstellen könnten [8], dies aber leider am falschen Platz tun: statt bereits im Dünndarm, wo das Vitamin aufgenommen werden muss, um für uns verfügbar zu sein, wird es von unserem Mikrobiom leider erst im Dickdarm hergestellt [9].

Wir hoffen, Euch mit diesen Informationen den Start in den Frühling etwas zu erleichtern. So wie Ihr, freuen wir uns auf die Sonnentage und wünschen uns, dass Ihr Eurem Körper die Zeit geben werdet, die er für die Umstellung auf den Frühling benötigt. Bewegung, eine gesunde Ernährung und viel frische Luft werden Euch die Frühjahrsmüdigkeit im Nu vergessen lassen!

 

1. Baeke, F., Takiishi, T., Korf, H., Gysemans, C., & Mathieu, C. (2010). Vitamin D: modulator of the immune system. Current opinion in pharmacology, 10(4), 482–496.
2. DeLuca H. F. (2004). Overview of general physiologic features and functions of vitamin D. The American journal of clinical nutrition, 80(6 Suppl), 1689S–96S.
3. Funke Mediengruppe, NRZ, Geistige Entspannung: Warum Laufen glücklich machen kann - nrz.de; Access 19.02.2021.
4. Pullar, J. M., Carr, A. C., & Vissers, M. (2017). The Roles of Vitamin C in Skin Health. Nutrients, 9(8), 866
5. Carr, A. C., & Maggini, S. (2017). Vitamin C and Immune Function. Nutrients, 9(11), 1211.
6. Tucker, K. L., Rich, S., Rosenberg, I., Jacques, P., Dallal, G., Wilson, P. W., & Selhub, J. (2000). Plasma vitamin B-12 concentrations relate to intake source in the Framingham Offspring study. The American journal of clinical nutrition, 71(2), 514–522.
7. «Vitamin B12». Micronutrient Information Center, Linus Pauling Institute, Oregon State University, Corvallis, Access 19.02.2021.
8. LeBlanc, J. G., Milani, C., de Giori, G. S., Sesma, F., van Sinderen, D., & Ventura, M. (2013). Bacteria as vitamin suppliers to their host: a gut microbiota perspective. Current opinion in biotechnology, 24(2), 160–168.
9. Elmadfa, I. & Leitzmann, C. (2015) Ernährung des Menschen (5. Aufl.). Stuttgart: Eugen Ulmer Verlag, 475.