Trendcheck Detox

Blog_Oliq_Januar_Trendcheck Detox
Täglich grüsst das Murmeltier. Wobei in diesem Fall wohl eher jährlich. Sobald das alte Jahr zu Ende und die letzten Kekse geschlemmt, reissen sich die Schlagzeilen der letzten Jahre auf dem Gesundheits- und Ernährungsmarkt fast ausschliesslich nur noch um ein Thema: Detox, Detox und noch einmal Detox. Aber was hat es mit diesem Trend auf sich und was bedeutet Detox eigentlich? Wir haben uns das genauer angesehen.

Verwendung der Bezeichnung „Detox“ bei Lebensmitteln 

Zu Beginn sei zu erwähnen, dass die Verwendung des Begriffs „Detox“ laut einem Beschluss des BGH aus 2017 als Health Claim bei Lebensmitteln unzulässig ist. Dem Gericht zufolge handele es sich bei dem begrifflichen Zusatz „Detox“ um eine spezielle gesundheitsbezogene Angabe im Sinne von Art. 10 Abs. 1 HCVO. Die Angabe „zur Entgiftung“ bezieht sich auf eine spezielle physiologische Wirkung, die als solche auch messbar ist. Damit ist die Angabe hinreichend spezifisch, um sie als allgemein gesundheitsbezogen im Sinne des Art. 10 Abs. 3 HCVO ausschließen zu können. Ausserdem wurde im Urteil des Berufungsgerichts ausführlich dargelegt, dass der Begriff „Detox“ auch vom Konsumenten mit einer „entschlackenden“ bzw. entgiftenden Wirkung auf den menschlichen Organismus in Verbindung gebracht wird. Eine gesundheitsbezogene Angabe dürfe nur dann gemacht werden, wenn die gesundheits- und ernährungsphysiologische Wirkung des jeweiligen Nährstoffs oder der jeweiligen Substanz genannt wird, der bzw. die im Lebensmittel enthalten ist.[2] 

Detox per Definition? 

Eine fachliche Erklärung des Begriffs „Detox“ lässt sich konkret so nicht direkt finden. Nimmt man es wortgetreu, kann man behaupten, dass Detox von “Detoxifikation” kommt, was übersetzt „Entgiftung“ bedeutet und auch am besten zu den gängigen Methoden auf dem Markt passt. 
In der wissenschaftlichen Medizin wird mit dem Begriff „Detoxifikation“ die physiologische Verstoffwechselung und ggf. Ausscheidung von toxischen Substanzen über Leber, Darm und Niere im Rahmen der Biotransformation beschrieben[1]
Entgiftungsmethoden sind auch in der Medizin vorhanden. Hier werden gefährliche Mengen von Alkohol, Drogen oder / und Medikamenten aus dem Körper entfernt. Dieser Vorgang ist jedoch keinesfalls mit der Idee einer Entschlackungs- oder Entgiftungskur im Lifestylebereich gleichzusetzen.  
Im Lifestyle Bereich wird von Detox gesprochen, wenn der Körper mit speziellen Fastenkuren sowie empfohlenen Methoden aus der Fitness-, Wellbeing- und Ernährungbranche einmal von Grund auf gereinigt und von den propagierten Schadstoffen und sogenannten Schlacken befreit wird. Mittlerweile wird auch häufig die mentale Komponente mit einbezogen, ein gängiger Begriff hier, der Digital Detox: Eine bestimmte Zeit auf den Konsum von digitalen Medien und / oder digitaler Kommunikation zu verzichten.  
Wie ihr seht, ist es tatsächlich schwer, hier handfeste Tipps mit auf den Weg zu geben. Detox als Lifestyle kann für jeden anders aussehen. Da wir uns hier in einer Grauzone bewegen und wissenschaftlich nicht fundiert darüber berichten können, können wir lediglich auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen. 

Tipps aus dem OLIQ Team 

Wir bei OLIQ versuchen uns getreu unserer Vision und Mission tagtäglich über das ganze Jahr verteilt gesund und fit zu halten. Was für den einen im Team die morgendliche Joggingrunde ist, ist für die andere die Meditation. Sowohl Bewegung als auch eine gesunde Ernährung halten unseren Körper fit und so gut wie möglich, frei von Schadstoffen sowie freien Radikalen.  
Es macht sicher Sinn, dem Körper ab und zu mal eine Fastenkur zu gönnen und eine Weile auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol oder Nikotin zu verzichten. Aus unserer Sicht macht dies jedoch über das ganze Jahr verteilt Sinn und nicht nur zu Beginn des Jahres. In den Wintermonaten ist es sicher angenehmer, vermehrt in die Sauna zu gehen, einmal so richtig auszuschwitzen und im Sommer z. B. auf leichtere Kost zu setzen. Wer aber dauerhaft gesund und fit bleiben und einen nachhaltigen Effekt für Körper und Geist erzielen möchte, sollte auf eine kontinuierlich gesunde Lebensweise setzen. 10 Minuten täglich über Monate oder Jahre bewirken mehr als zum Beispiel lediglich zwei Wochen Fastenkur zu Beginn des Jahres. Wer täglich bereits 10 Minuten trainiert, sich regelmässig gesund und ausgewogen ernährt und dem Körper sowie Geist ab und an kleine Pausen gönnt, wird dauerhaft einen grossen Unterschied spüren und auch mit mehr Energie den Herausforderungen des Alltags gegenübertreten. 
Nichtsdestotrotz hier eine Liste mit Inspirationen aus dem OLIQ Team zum täglichen Lifestyle Detox Zuhause (natürlich ohne Gewähr):  
  • Den Morgen mit einem lauwarmen Glas Wasser mit Ingwer oder Zitrone oder einem genüsslichen Kräutertee starten. Das warme Getränk soll den Stoffwechsel ankurbeln.  
  • Einen Zungenschaber nutzen. Kommt vor allem aus dem Ayurveda und befreit den Mundraum von den Ablagerungen auf der Zunge, die sich über den Tag und die Nacht verteilt dort angesammelt haben.  
  • Öl ziehen: Den Mund am Morgen 5 bis 10 Minuten mit Öl reinigen. Auch eine ayurvedische Methode. Wie das funktioniert, kannst du hier nachlesen.  
  • Eine Meditation zu Beginn des Tages. Nur fünf Minuten bringen den Monkey Mind bereits zur Ruhe und helfen uns zu mehr Energie über den ganzen Tag verteilt.  
  • In der kalten Jahreszeit ab und zu die Sauna besuchen, damit der Körper so richtig ausschwitzen kann. Ausserdem sollen regelmässige Saunagänge gut fürs Immunsystem sein und den Stoffwechsel ordentlich anheizen.  
  • Regelmässig bewegen: Wir können es gar nicht oft genug sagen. Bewegung ist das A und O. Diese kann auch täglich variieren. Ob Yoga, ein kurzer Spaziergang, die Treppe statt des Liftes, Power im Fitnessstudio oder Kraftsport in den eigenen vier Wänden. Für einen gesunden Körper kommt man um eine regelmässige Bewegungsroutine nicht herum.   
  • Immer mal wieder übers Jahr verteilt ein paar Tage Basenfasten. Mehr dazu findet ihr hier
  • Natürlich und eigentlich selbstverständlich: Ein gesunder Körper benötigt eine ausgewogene Ernährung. Auch diese kann so vielfältig sein und variiert je nach Bedürfnis und Körper.  
  • Medienkonsum: Ab und zu das Smartphone oder den Fernseher ausschalten, kann bei der heutigen Informationsflut nicht schaden.  
  • Zuletzt: Bei allem, was man ausprobiert, Freude mit einbringen.   
Viel Spass bei der Umsetzung! 

Quellen:  
[1] Ernst E (2012) Alternative detox. Br Med Bull 101: 33–38 
[2] BVLK Geschäftsstelle Großenhain Fachjournal Der Lebensmittelkontrolleur18_213 
lebensmittelkontrolle@bvlk.deAusgabe 2/2018 
Verfasser: Fabian Schlücke, 95448 BayreuthRubrik Rechtsprechung 


zurück zu allen